Erntedank in Großenheidorn

Traditionsgemäß beginnt das Erntedankfest in unserem Dorf schon weit vor dem eigentlichen Termin. Gemeinsam binden wir die Erntekrone auf einem der ansässigen Höfe. Anschließend wird die Krone für einen guten Zweck versteigert.

 

In diesem Jahr fand das Erntekronebinden am 1. September auf dem Hof von Hans-Heinrich Wille statt. Bei flotter Blasmusik des Posaunenchores und reichlicher Bewirtung banden Jung und Alt die getrockneten Garben auf das Drahtgestell. Am Ende erstrahlte die korngelbe Krone in voller Pracht und stand zur Versteigerung bereit.
Diesmal sollte der Erlös der heilpädagogischen Ausbildung der Paul-Moor-Schule zu Gute kommen. Die Paul-Moor-Schule in Wunstorf ist eine der wenigen noch verbliebenen Förderschulen für geistige Entwicklung.
Ersteigert wurde die Krone von Familie Bender aus der Hohen Straße. Als Erlös kamen über 1000,- Euro zusammen, worüber sich die Schulleiterin Frau Kurpiers sehr freute.
Am Sonnabend, den 6. Oktober hing die Kronen dann in unserer Kirche. Ein Team von Fleißigen schmückte anschließen den Altarraum mit großer Liebe zum Detail. Es war allein schon einen helle Freude sich diesen prächtigen Schmuck anzusehen. Am darauffolgenden Sonntag wurde die geschmückte Kirche der Gemeinde im Erntedankgottesdienst präsentiert. Pastor Dorow wies in seiner Predigt darauf hin, wie viel Übles wie Not, Krieg und Vertreibung doch scheinbar so selbstverständlich seien und wohl hinzunehmendes Geschehen in diese Welt. Hingegen sähen wir aber gerade in einem so dürren Sommer wie in diesem Jahr, wie dünn doch unser Lebensfaden eigentlich sei. Wir können für das, was wir zu unserem Lebensunterhalt ernten und empfangen Gott nur danken. Essen und Trinken seien aber ebenso ein kostbares Gut wie die Solidarität unter uns und mit unseren Mitmenschen. Ganz gleich woher sie kommen und welcher Hautfarbe sie sind. Denn wir wissen, dass wir in Christus alle ein Leib sind. In unserem Denken wissen wir das, aber unser Tun, das daraus folgen sollte, scheint es nicht immer so selbstverständlich zu sein. Dass das Gute, wenn es denn geschieht, ist deshalb auch ein Teil von Erntedank. Manchmal ist es wohl der Wind des Heiligen Geistes, der weht wo er will, und der uns in die Segel bläst und uns Mut macht, neue Ufer zu bereisen. Gott sei Dank.
Auf die Reise ging nach dem Gottesdienst auch die Erntekrone. Mit Trecker und Anhänger wurde die Krone in die zu ihren neuen Besitzern gefahren. Eine bunte Prozession von Gottesdienstbesuchern und Pastor Karsten Dorow folgte dem Zug. Am Ziel hängten kräftige Hände die Krone im Carport der Familie Bender auf. Unter der flotten Musik eines Bläserquartetts und mit einer kräftigen Suppe, kalten Getränken, Kaffee und Kuchen wurde der Anlass gebührend gefeiert.
So ist Erntedank in Großenheidorn.

Holger Kipp

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