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Gottesdienste: Ab 7. Juni (um 10:00 Uhr) finden wieder Gottesdienste in der FRIEDHOFSKAPELLE unserer Kirchengemeinde statt. Die Teilnahme erfordert das Tragen einer Mund-Nasenschutz-Maske. Aufgrund der Abstandsregeln ist die Teilnehmerzahl begrenzt.

Telefonandachten: Ab 25. Mai sind Telefonandachten unter der folgenden Rufnummer abrufbar: 05033 - 994 9944.

Offene Kirche: Sonntags ist unsere Kirche von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr zum stillen Gebet geöffnet.

Bitte beachten Sie für die letzten Neuigkeiten zum aktuellen Gemeindeleben die Informationen unter dem Menüpunkt "NEWS"!

Und plötzlich war es ganz still…
„Der Herr sagte zu Elia:
»Komm aus der Höhle und tritt auf den Berg vor mich hin!
Ich werde an dir vorübergehen!«
Da kam ein Sturm, der an der Bergwand rüttelte,
dass die Felsbrocken flogen.
Aber der Herr war nicht im Sturm.
Als der Sturm vorüber war, kam ein starkes Erdbeben.
Aber der Herr war nicht im Erdbeben.
Als das Beben vorüber war, kam ein loderndes Feuer.
Aber der Herr war nicht im Feuer.
Als das Feuer vorüber war, kam ein ganz leiser Hauch.“
(1. Könige 19,11-12)


Liebe Gemeinde!

seit einigen Wochen zieht ein Virus um die Welt – Corona! Zuerst war es weit weg. Die Stadt Wuhan in China war den meisten sicherlich bis zur Berichterstattung in den Medien völlig unbekannt. Mittlerweile kennen wir alle diesen Ort. Hilflos und mit Entsetzen sehen wir dabei zu, wie sich das Corona-Virus von dort aus über die ganze Welt verteilt.

Es ist erschreckend und beeindruckend zugleich, wie drastisch und schnell sich dabei das gesamte gesellschaftliche Leben verändert hat – und zwar auf der ganzen Welt. Schulen, Kitas, Schwimmbäder, Kinos, Theater, Museen, … - mittlerweile ist alles geschlossen. Es finden keine Gottesdienste mehr statt und auch alle anderen Veranstaltungen in den Gemeinden sind abgesagt und ausgesetzt.

Nachdem sich die Ereignisse überstürzten und auf jedem Fernsehsender zur selben Zeit nur noch ein Thema besprochen wurde, ist es mittlerweile ziemlich ruhig geworden. Die Welt befindet sich in einer „Corona-Zwangspause“. Bei allen Sorgen, die damit einhergehen, stellt sich da doch die Frage:
Können wir all dem auch etwas Positives abgewinnen?

Mir ist zur momentanen Situation schnell eine Geschichte aus dem Alten Testament in den Sinn gekommen. Es ist die Erzählung, in der Gott dem Elia begegnet. Aber Gott war nicht im Sturm und nicht im gewaltigen Erdbeben und auch nicht im Feuer zu finden. Nein! Es musste erst ganz still werden. Erst dann erkannte Elia Gottes Gegenwart. In einem sanften Wind, in einem leisen Hauch! Und Gott sagte Elia, welche Wege er gehen sollte.
Ich glaube, in der momentanen Stille liegt für uns alle auch eine große Chance. Wir haben auf einmal die Ruhe und die Zeit, unseren Blick auf die Dinge zu richten, die in der Hektik des Alltags sonst oft verloren gehen. Wie wollen wir miteinander leben und Gemeinschaft gestalten? Was bedeutet Solidarität in unserer Lebenswirklichkeit? Was hat Gott mir eigentlich für mein Leben zu sagen?
Für Elia hatte Gott eine überaus wichtige Botschaft. Ihm sagte er nämlich, wie sein Leben weitergehen sollte. Gott machte Elia deutlich, dass er einen Plan für sein Leben hat und er führte ihn auf gute Wege.
Vielleicht gelingt es ja auch uns, in der momentanen Stille aufmerksam zu werden für Gottes Wort. Im Lesen der Bibel, im Gebet und im Gespräch miteinander über Gott und die Welt. Ich glaube ganz sicher, dass wir dabei entdecken können, dass Gott einen Plan für unser Leben hat und dass er uns auf gute Wege führen will.
Bleiben Sie behütet in dieser Zeit und nehmen Sie besonders die Menschen in den Blick, von denen Sie wissen, dass sie alleine sind und möglicherweise Hilfe benötigen!

Seien Sie Gott befohlen,
Ihr Pastor Karsten Dorow

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