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So viele Gäste auf dem Gelände der Kirchengemeinde - und das für einen Gottesdienst und nicht nur für einen Weihnachts- oder Flohmarkt. ;-) Ich war etwas früher gekommen als üblich, aber trotzdem war schon ein Großteil der Bankreihen im Festzelt belegt.

Am Eingang begrüßten einen Blechblasinstrumente tragende Menschen - und ein stetes Kommen- und Gehen durch den Seitenausgang und ein spät ankommender, und sich nach vorne drängender Photograph zeugten von etwas besonderem … oder besonderen Ehrengästen? Der Ehrentisch war leicht auszumachen, geballte lokale Prominenz. Der Anlass war aber auch ein seltener: Der Festgottesdienst zu Ehren des 150jährigen Jubiläums der Gründung des Posaunenchores Großenheidorn (damals). Und dessen Besonderheiten in verschiedener Hinsicht wurden des öfteren erwähnt - „einer der ältesten Posaunenchöre nördlich des Äquators“, „ein besonderer Chor mit einem besonderen Chorleiter, der auch jüngere dirigieren lässt“, und „ein Posaunenchor mit besonders hohem Niveau, der auch international spielende Künstler zu Freundschaftsbesuchen lockt“. Ja, dafür sind wir hier dankbar! Doch es gab noch weiter denkende Menschen. In seiner Predigt führte der Leitende Obmann des Evangelischen Posaunendienstes in Deutschland, Herr Bareis, die Gemeinde zurück in die Zeit der jüdischen Eroberungszüge, als die Blasinstrumente (eigentlich Shofars, nicht Posaunen) zu mächtigen Werkzeugen aufstiegen. Anhand der Vorraussetzungen für gute Musik im Posaunenchor zeigte er in Analogien auf, was für ein gelingendes Gemeindeleben notwendig ist: Konzentration (auf wesentliche inhaltliche Punkte), Ruhe (um auf Gottes Wort hören zu können), Koordination (das Miteinander der Menschen in einer Gemeinde, der „schwierigste Teil auf dem Weg zum Wohlklang“), Freude (strahlt aus, „nicht nur, was wir tun, sondern auch wie wir es als Christen tun, ist wichtig“) und Einheit (die wichtigste Grundlage für gemeinsames Wirken). Und wie Musik in Gemeinde helfen kann, Streit und Grenzen zu überwinden. [Ob das eine allgemeine Predigt war - oder eine genau auf die Situation in unserer Gemeinde abgestimmte?]. Unser Landesbischof fügte noch eine anrührend persönliche Geschichte hinzu, in derer von seltenen Momenten in seinem Leben sprach, in denen „die Worte fehlten“. Und wie gut es da ist, die Musik als zusätzliche Sprache zu haben. Nach dem Gottesdienst begannen- nach einer Ermahnung von Karsten Dorow, sich ausreichend kurz zu fassen - die Ehrungen: Für den Posaunenchor (die „ProMusica-Plakette“ des Bundespräsidenten), für die jungen, neu ausgebildeten Chorleiter, für verdiente langjährige (obwohl oft noch jung an Jahren) Posaunenchor-Mitglieder. Und dann die Grußworte, teils humorvoll, teils pflichtschuldigst, doch allesamt wohlmeinend… aber die standen ja schon in der Tagespresse und in der Festschrift. ;-) Einen schönen Übergang fand der Festgottesdienst mitsamt Ehrungen in die gemeinsame Zeit mit Speis und Trank danach auf der Pfarrwiese durch die vom (um viele angereiste Gäste erweiterten) Posaunenchor gespielten Stücke. Beim geselligen Beisammensein fiel die Aufregung ab, die der eine oder die andere doch vorher sichtbar hatte… und es wurden fröhlich miteinander über Anstehendes und die alten Zeiten geredet. Es war ein besonders festliches Ereignis in unserer Gemeinde.

Christian Ostertag-Henning


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