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„Ein hundertfünfzigster Jahrestag - wie groß wird sich der Jubilar dawohl feiern lassen?“ So ähnlich waren meine Gedanken, als ich am Freitagabend das große Festzelt auf der Pfarrwiese betrat. Aber es kam anders … 

Unser zylindertragender Pastor Karsten Dorow moderierte fröhlich und schon sichtbar heimatverbunden einen bunten Abend durch die Dorf- und Gemeindegeschichte der letzten 150 Jahre, mit Entlehnung von vielen Details aus Hans Schettlingers Dorfchronik. Und der Jubilar, der Posaunenchor Großenheidorn - Steinhuder Meer, erfreute mit passenden Stücken zwischen den einzelnen Stationen die Gäste. Neben vorgelesenen Anekdoten kamen auch Zeitzeugen (zumindest der jüngeren Vergangenheit) zu Wort, die die Gründung und Entwicklungdes MTV Großenheidorn, des Schützenvereins oder der „Hausnummernverordnung“ und Gebietsreform lebendig werden ließen. Ein nachdenklicher Punkt war mit dem Fall der Mauer erreicht, den der Posaunenchor mit dem Stück „Winds of change“ untermalte. Das lebendigste Zwiegespräch lieferten sich unser „neuer“ und „alter“ Pastor. Wilhelm Thürnau führte uns noch einmal in die Zeit des Aufbaus des Kindergartens und der 750-Jahrfeier Großenheidorns zurück. Und zur sehr guten Entscheidung, dem Posaunenchor Großenheidorn diesen einen Chorleiter zu geben, dem Beginn des Wirkens von Jörg Nickel. Beider Gelegenheit kamen auch die beiden „ehrwürdigsten“ Mitglieder des Posaunenchores zu Wort. Mit den Worten „Ich habe gelernt, dass Schunkeln hierja der höchste Ausdruck der Ekstase ist“ leitete Karsten Dorow zum Abschiedsgottesdienst von Wilhelm Thürnau über - und dem dabei und nun auch vom Posaunenchor gespielten „Moorbock“-Lied. Was für eine Wohltat, dabei aufzustehen und sich ein wenig bewegen zu können, denn es war inzwischen im Zelt schon empfindlich kühl geworden. ;-) Gegen die Kühle spielte der Posaunenchor noch das alte Lied „Pata Pata“. Als Karsten Dorow den aus Südafrika angereisten Gast Ashley Collins befragte, was dies denn eigentlich bedeute, antwortete dieser vorsichtig, dass es in etwa mit „touch, touch“, die zärtliche Berührung durch den Partner übersetzt werden könne. Wer im Zelt wohl auf das Lied von Miriam Makeba in den späten 60er Jahren wild getanzt hat? Das hätte ich bei dem gemeinsamen Beisammensein nach dem Konzert bei warmer Suppe und mehr fragen sollen … Es war ein schöner Abend in Gemeinschaft der Gemeinde und der Dorfgemeinschaft, zwar zu Ehren des Jubiläums des Posaunenchores, aber von diesem unaufgeregt professionell in Demut begleitet. Für mich brachte Ashley Collins in seinem kurzen Segenswunsch die Eindrücke zum Jubilar auf den Punkt: „Durch den gemeinsamen Glauben an Gott, seinen Segen und die geteilte tiefe Liebe zur Musik ist das Wirken des Posaunenchores möglich. Gottes Segen für euer weiteres Wirken.“

Christian Ostertag-Henning


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