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Kopfstand mit dem Simulator

Weihnachtsmarkt einmal anders: "Das muss man mal erlebt haben", sagte Werner Battermann als er mit zittrigen Beinen aus dem Überschlagssimulator stieg.
 
 
Thomas Tschiersch vom ADAC lenkt den Simulator, während Oliver Kreutzer ihn testet.
© Frank Oheim

 

Wunstorf. Mit seiner Frau Erika testete der Rentner auf dem Weihnachtsmarkt in Großenheidorn das gelbe Simulatorauto des ADAC. Initiator war der Caravan-Club Leine-Weser. Vorsitzender Klaus Troche hatte sich schon seit zwei Jahren um das Testgerät bemüht. Er freute sich, dass es bei den Besuchern sehr gut ankam.

„Unser Ziel ist es nicht zu zeigen, wie man sich überschlägt, sondern zu demonstrieren, wie wichtig der Sicherheitsgurt ist“, sagte Thomas Tschiersch vom ADAC. Er bediente die Anlage und erläuterte den Freiwilligen die Kräfte, die bei einem Autoüberschlag auf sie wirken.

Bei der 360-Grad-Drehung konnten sie spüren, wie fest der Gurt die Insassen auch in der Dachlage hält. „Es ist schon ein komisches Gefühl, einmal durchgedreht zu werden“, stellte Birgit Schulz fest.

Moderator Tschiersch gab jedem Tipps, wie Autofahrer gefahrlos durch den Winter kommen: „Wichtig ist, dass sie den Witterungsverhältnissen angepasst fahren. Falls der Wagen doch mal ins Rutschen kommt, sofort die Kupplung treten und gegenlenken. Außerdem sollten Vollbremsungen vermieden werden.“

Der Spannung folgte Entspannung. Auf dem Weihnachtsmarkt gab es alles, was in die Adventszeit passt. Originell waren die gestrickten E-Book-Hüllen, aus Holz geschnitzte lustige Fensterdekorationen. Ganz wichtig waren die heißen Getränke.

 

Fazit einer 360-Grad-Drehung: Der Gurt hält - ein Selbsttest

Ruhig bleiben und die Hände auf die Knie legen – das war der letzte Hinweis bevor Thomas Tschiersch vom ADAC mich in vier Phasen im Simulator um 360 Grad drehte. Nach der ersten Phase, bei 90 Grad, hatte ich schon das Gefühl, kopfüber zu hängen. Das Erstaunliche: Mein Gurt hielt mich fest im Sitz. Ich war genauso weit entfernt von der Autodecke wie in der Ausgangsposition. Aber schon diese Neigung irritierte meine Orientierung. Bei 180 Grad ist die Orientierungslosigkeit am Größten. „Jetzt heißt es ruhig bleiben und nicht sofort den Gurt lösen, denn sonst fällt man auf den Kopf“, sagte Tschiersch. Ein Test, ob der Gurt auch wirklich hält, folgte bei 270 Grad. In der Seitenlage versuchte Tschiersch, meinen Gurt zu lösen. Der Gurt rutschte zwar ein wenig weg, hielt mich aber weiterhin fest im Sitz. Der Tipp des Experten hierzu ist: „Autofahrer sollten darauf achten, aus welchem Stoff ihre Oberkleidung ist. Je glatter das Material, desto schneller rutscht der Gurt davon.“

 


 

 

16. St. Thomas Weihnachtsmarkt