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Verabschiedung von Superintendent Wilhelm und Rosy Thürnau

 

Artikel des Wunstorfer Stadtanzeiger vom 30.01.2014 (gb)

 

"Ein großer Seelsorger und Mann der Kirche wird verabschiedet"

 

"Für Pastor Wilhelm Thürnau und seine Frau Rosy beginnt der Ruhestand / Abschiedspredigt eines beliebten Pastors"


"GROßEN­HEI­DORN (g­b). "­Nun ge­ben wir den Staf­fel­stab wei­ter." Mit die­sen Wor­ten sei­ner letz­ten Pre­digt, ver­ab­schie­dete sich Su­per­in­ten­dent und Pas­tor Wil­helm Thür­nau von sei­ner Kir­chen­ge­meinde in Großen­hei­dorn. Jetzt be­ginnt die Zeit des Ru­he­stands für ihn. Ü­ber 27 Jahre lei­tete er die Ge­mein­de. "Pas­tor Thür­nau war ein Glücks­fall für un­sere Ge­mein­de", be­tonte Ute Göll für den Kir­chen­vor­stand in ih­rem Grußwort. "Er pflegte ge­mein­sam mit sei­ner Frau Rosy ein of­fe­nes Haus. Grup­pen konn­ten sich end­lich wie­der ent­wi­ckeln."


Die seel­sorg­li­che Kir­che habe ihm be­son­ders am Herz ge­le­gen, hob der Prä­si­dent der Syn­ode, der Evan­ge­lisch-Lu­the­ri­schen Lan­des­kir­che Schaum­burg-Lip­pe, Klaus-Die­ter Kie­fer, in sei­nem Dank her­vor. Er sei Seel­sor­ger, Pre­di­ger und Ge­schich­ten­erzäh­ler mit großem En­ga­ge­ment ge­we­sen. Er gehört zu de­nen, die auch kri­ti­sche Fra­gen stel­len und ei­gene Gren­zen durch Ge­spräche er­wei­tern. Der Syn­ode gehörte Wil­helm Thür­nau seit 32 Jah­ren an. "Er hat alle vier Bischöfe gut ge­kannt und selbst mit aus­ge­wähl­t." Und in Hoch­ach­tung ge­genü­ber einen Er­fah­run­gen fragte Kie­fer: "Wie bleibst Du auch in Zu­kunft für uns er­reich­bar, wenn wir einen Rat brau­chen?" Es gäbe kei­nen Zwei­ten, der so viel ü­ber die Lan­des­kir­che weiß und erzählen kann, sagte Lan­des­bi­schof Karl-Hin­rich Manz­ke, der Wil­helm Thür­nau ge­mein­sam mit sei­ner Frau of­fi­zi­ell ent­pflich­te­te. Er habe großen Re­spekt vor der Leis­tung des Pas­tors und dem Wir­ken sei­ner Frau für die Großen­hei­dor­ner Kir­chen­ge­mein­de. Er kenne kei­nen, der so viel ü­ber die Lan­des­kir­che erzählen kön­ne. "­Manch­mal sagt er nicht al­les, was er weiß, auch ü­ber die Ge­fähr­dung der Kir­che." Im­mer­hin ver­füge er ü­ber rund 40 Jahre In­put. So hoffe er, dass der schei­dende Pas­tor jetzt Zeit fin­den wird, al­les auf­zu­schrei­ben, auch mit dem ge­schätz­ten Hu­mor. "Auch das, was Sie nicht im­mer aus­ge­spro­chen ha­ben." Oft­mals habe er den Weg der Kir­che kri­ti­siert, "a­ber im­mer mit ei­ner großen Be­schei­den­heit". Was er be­son­ders als Ver­mächt­nis wei­ter­ge­ben möchte sei wohl dies, so der Bi­schof: "Ich bin manch­mal trau­rig, dass die Kol­le­gen viel kla­gen und zu we­nig se­hen, was die kleine Lan­des­kir­che al­les bie­tet." In An­spie­lung auf die wir­ken­den Kräfte in­ner­halb der Lan­des­kir­che, schenkte er dem fri­schen Ru­he­ständ­ler eine ge­bas­telte Mi­tra, die Kopf­be­de­ckung ei­nes Bi­schofs. "­Denn", so Lan­des­bi­schof Manz­ke, "­Sie sind für mich der Bi­schof des Os­tens." Sein Ru­he­stand be­ginne aber um­ge­hend ak­tiv. Manz­ke: "­Schon mor­gen werde ich mit Pas­tor Thür­nau und dem Kir­chen­vor­stand ü­ber die Nach­folge spre­chen. Die Stelle wird wie­der be­setzt. Wir wer­den al­les daran set­zen, dass die Va­kanz nicht zu lange dau­er­t." Be­son­ders auf­merk­sam lausch­ten alle Got­tes­dienst­be­su­cher der letz­ten Pre­digt von Pas­tor Thür­nau in der St. Tho­mas­kir­che. Da der Platz für alle in der klei­nen Kir­che nicht aus­reichte - al­lein ü­ber 30 Pas­to­ren wa­ren er­schie­nen - wurde für viele Got­tes­dienst­be­su­cher al­les per Vi­deo in das Fo­rum der Grund­schule ü­ber­tra­gen. "Wir sind lange ge­blie­ben. Hof­fent­lich nicht ver­ge­bens", be­tonte Thür­nau. In den Got­tes­diens­ten, aber auch beim Schüt­zen­fest und im All­tag habe er die Nähe Got­tes ge­spürt. Viele Men­schen die­ser klei­nen Ge­meinde hät­ten in all den Jah­ren mit an­ge­packt, Ver­ant­wor­tung ü­ber­nom­men und auch das Ehe­paar Thür­nau mit­ge­tra­gen. "Das ver­steht sich nicht von selbst", be­tonte er sehr dank­bar und fügte hin­zu: "Wo ich Men­schen weh ge­tan ha­be, bitte ich herz­lich um Ver­zei­hung." "Für die Kir­chen­ge­meinde ha­ben Sie wie ein Löwe gekämpft", sagte Bür­ger­meis­ter Rolf Axel Eber­hardt in sei­nem Grußwort. Ge­mein­sam hät­ten sie zum Wohle des Bür­gers ar­bei­ten kön­nen. Und hin­ter ei­nem star­ken Mann, "­steht im­mer eine starke Frau. Da­her möchte ich auch Ih­nen, liebe Frau Thür­nau, be­son­ders herz­lich dan­ken". Als Ab­schluss des Got­tes­diens­tes wünschte sich Pas­tor Thür­nau das Großen­hei­dor­ner Moor­bock­lied, was mit viel Freude von den Großen­hei­dor­nern mit­ge­sun­gen und durch Schun­keln be­son­ders le­ben­dig wur­de. In Zu­kunft wird das Ehe­paar Thür­nau in der Wunstor­fer St. Jo­han­nes-Kir­chen­ge­meinde an­zu­tref­fen sein. Fo­to: gb"

 


 

 

Ortspreis 2013 geht an Rosy und Wilhelm Thürnau

 

Artikel der HAZ vom 17.11.2013 (Leinezeitung Wunstorf)

 

"Preisträger wider Willen"

 

"Mit herzlichem und lautstarkem Beifall sind Rosy und Wilhelm Thürnau, die Träger des Ortspreises,
von den Großenheidornern gefeiert worden."

 

 

"Wunstorf. Dabei wollten sie den Preis, das Weberschiffchen, das für ehrenamtliches Engagement verliehen wird, gar nicht annehmen. Wie Hans Schettlinger und Manfred Wenzel in ihrer launigen Laudatio berichteten, war es „ein Stück Schwerstarbeit“, das Ehepaar Thürnau zu überzeugen, dass sie das Weberschiffchen verdient haben. Wilhelm Thürnau sagte, er habe nur seine Pflichten und Aufgaben als Pastor wahrgenommen, Rosy Thürnau argumentierte, sie habe ihn doch nur unterstützt. Doch sie konnten noch überzeugt werden. Denn das Ehepaar hat seit der Amtseinführung 1987 weit über die normalen Pflichten hinaus wertvolle Arbeit geleistet, die Gemeinde belebt und somit einen wichtigen Beitrag für die Dorfgemeinschaft geleistet.Durch entschlossenes Handeln verhalf Thürnau der Gemeinde zu einem neuen Gemeindehaus, dem Bau des Kindergartens, und auch der Umbau der Friedhofskapelle ist zum großen Teil seinem Einsatz zu verdanken. Durch ihn erwachte das damals brachliegende Gemeindeleben wieder, es bildeten sich Arbeitsgruppen, der Pastor war unermüdlich im Einsatz zum Wohl der Gemeinde und der Dorfgemeinschaft. Rosy Thürnau war nicht nur die Pastorenfrau, in Gruppen und Veranstaltungen hat sie sich eingebracht. Hospizgruppe, Kirchenchor, die Organisation der Gemeindereisen und die Erstellung des Gemeindeblattes, des „Klosterblicks“, lagen in ihren Händen. Vehement wehrte sie sich gegen die Arbeit am Computer, erstellte die Vorlagen an einer Schreibmaschine. Dafür bekam sie zum Abschied eine sehr alte Schreibmaschine geschenkt.Thürnaus verabschieden sich Ende Januar in den Ruhestand. Ihre Nähe zu den Menschen, ihr Engagement, ihr immer offenes Haus werden fehlen. „Ihr beide habt uns wohlgetan“, sagten die Laudatoren?"

"Ute Rintelmann"

 


 

 

Abendgottesdienst unter freiem Himmel

Bei schönstem Sommerwetter fand am 04.08.2013 ab 18:00 Uhr ein Abendgottesdienst mit Superintendent Thürnau und dem Bläserkreis unter freiem Himmel statt. Anschließend wurde zwischen den Gemeindehäusern für ein gemütliches Beisammensein umgebaut. Es gab Gegrilltes und ein von den Teilnehmern mitgebrachtes Buffet, sowie kalte Getränke. In geselliger Atmosphäre klang der frühe Abend langsam aus. (Gr.)

 

 


 

 

Weihnachtsmarkt 2013