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"Innehalten“ im April

Jeden ersten und dritten Sonntag im Monat um 19 Uhr lade ich ein zum „Innehalten“ im Thomashaus. Wir üben uns in Meditation und Achtsamkeit und versuchen uns dabei auf ganz unterschiedlichen Wegen in die Stille.

Achtung: Anstelle des 3. Sonntags im April (Ostersonntag) treffen wir uns ausnahmsweise am 4. Sonntag, 23. April.

Fragen und Anmeldungen an: Christina Harland-Lange (05033/911642).

 


 

 

Eine „Sternstunde“ im Männerkreis Großenheidorn


Abt zu Loccum Horst Hirschler

Eines der bekanntesten Bücher des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig erschien unter dem Titel „Sternstunden der Menschheit“.

Und am 7. März, da haben ca. 35 Männer aus den Gemeinden der Seeprovinz und einige Wunstorfer „Ausländer“ eine „Sternstunde“ des seit 2003 bestehenden Männerkreises erlebt:

Horst Hirschler, der aus Anlass des Reformationsjubiläumsjahres eingeladen worden war, hat über 1 ½ Stunden vom „Wirbel um die 95 Thesen“ erzählt. Hirschler, ehemaliger Landesbischof in Hannover und seit 2000 Abt des Klosters Loccum, erzählte wirklich spannend und anschaulich aus dem Leben Martin Luthers und von seinen 95 Thesen gegen die „Kraft des Ablasses.“

Er erzählte von den großen Schriften Luthers aus dem Jahre 1520: „An den Christlichen Adel deutscher Nation von des Christlichen Standes Besserung“, „Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche“ und „Von der Freiheit eines Christenmenschen“.

Und er erzählte so lebendig und so verständlich, daß wirklich niemanmd eingeschlafen ist und es auch keine Nebengespräche gab, obwohl es in den über 13 Jahren Männerkreis noch nie einen so langen Vortrag gegeben hat. Häufig wurde gelacht, und das konnte ja auch nicht anders sein, wenn ein so kompetenter und humorvoller Referent über den humorvollen Martin Luther erzählt. Spannend waren auch die Bezüge auf die heutige Zeit und auf das heutige ökumenische Gespräch zwischen katholischer und evangelischer Kirche.

Abt Hirschler erzählte zum Beispiel von einem sehr aufschlussreichen Gespräch, das er als leitender Lutherischer Bischof Deutschlands mit dem damaligen Kardinal Ratzinger, dem Leiter der Glaubenskongregation Ende der 90er Jahre in Rom hatte und an dem er vieles über die heute noch bestehenden Unterschiede zwischen Katholiken und Evangelischen deutlich machen konnte.

1996 gab es während eines Deutschland-Besuches des Papstes einen ökumenischen Gottesdienst im Dom zu Paderborn, und Johannes Paul II. und Landesbischof Hirschler predigten... Es war wirklich eine „Sternstunde“!!

Die Männer, die – wie gewohnt – hinterher noch beim Bier zusammensaßen, meinten übereinstimmend: „Ein toller Abend – ein tolles Thema – ein toller Mann als Referent!!“

Zur vielleicht nächsten „Sternstunde“ am 5.9.2017 laden wir ein, denn dann kommt Martin Kind in den Männerkreis und berichtet über „Hannover 96 – ein Wirtschaftsunternehmen.“
 

Wilhelm Thürnau


 

 

Mit Blick aufs Jahreskonzert

Drei Tage angefüllt mit mitreißender Musik erlebten der Posaunenchor Steinhuder Meer und die Jungbläsergruppen aus Steinhude und Bad Nenndorf vom 27. bis zum 29. am letzten Januarwochenende im Bergkirchener Pfarrhof.

Mögen Sie Dieter Bohlen oder doch lieber Giuseppe Verdi? Lieben Sie Spirituals, oder bevorzugen Sie Choralklänge? Niemand musste sich festlegen, denn aus unterschiedlichsten Stilrichtungen und Zeitepochen hatte Jörg Nickel, Leiter des Posaunenchores Steinhuder Meer, einen bunten Strauß an Musikstücken gebunden. Im Pfarrhof Bergkirchen fand, wie schon in den vergangenen Jahren, eine Bläserfreizeit zur Vorbereitung der Jahreskonzerte statt. Fast 40 Bläserinnen und Bläser übten dort gemeinsam die neuen Musikstücke ein. Unterstützung hatte Jörg Nickel sich mit dem Landesposaunenwart Henning Herzog ins Boot geholt. Dieser gab wie im vergangenen Jahr bei Gesamtproben wie auch im Einzelunterricht wertvolle Tipps und hat mit seinem einfühlsamen Dirigat alle motiviert. Auch Rubén Durá de Lamo, der inzwischen als gefragter Tubasolist im In- und Ausland tätig ist und dem Chor schon einige Jahre zur Seite steht, hatte sich dieses Wochenende wieder fest im Kalender notiert. Er erteilte viele Stunden Einzelunterricht und leitete die Übungen der Jungbläser an. Leonard Steuernagel, bewährtes Mitglied des Posaunenchores, brachte sein Können und seine Erfahrungen ebenfalls in die Jungbläserausbildung ein. Erstmalig dabei war auch Alessa Holzapfel, die als studierte Trompeterin Einzelunterricht erteilte und die Chorprobe gekonnt anleitete.


So erlebten alle Beteiligten abwechslungsreiche und fordernde Übungsstunden, die Jörg Nickel im Vorfeld gut strukturiert und ohne Leerlauf straff geplant hatte.

Vom 10-jährigen bis zum 89-jährigen Jungbläser, von wenigen Jahren Erfahrungen mit dem Blasinstrument bis zu Musikern mit über 60 Jahren Spielpraxis brachte der Chorleiter alle unter einen Hut und hielt die Zügel während der verschiedenen Proben fest im Griff. Unterbrochen wurden die Trainingsphasen nur von den lecker zubereiteten Mahlzeiten, die in Bergkirchen gereicht wurden und wie immer heiß begehrt waren. Interessante Informationen zur Instrumentenpflege und -wartung waren auch ins Tagesprogramm eingebaut.

Morgens wurden alle mit Posaunenklängen aus dem Treppenhaus geweckt und der Tag begann mit einer Morgenandacht, bei welcher alle Beteiligten auch ihre Stimmen in Schwung brachten. Am Abend spielten zum Tagesabschluss alle Gruppen gemeinsam einige neu erarbeitete Stücke und kamen dann zu einer Abendandacht zusammen, die Zeit zur Besinnung, zum Durchatmen und Kraft tanken bot. So waren anschließend auch alle wieder fit für den gemütlichen Teil der Freizeit.




Es wurde Tischtennis gespielt, geklönt und bei Gesellschaftsspielen gelacht und entspannt.

Optimistisch schaut der Posaunenchorleiter Jörg Nickel nun in die Zukunft. Viele Stücke klangen schon vielversprechend, um nicht zu sagen „triumphal“. Sicher muss noch an der Temposchraube gedreht und schwierige Stellen müssen intensiv geübt werden, doch bis zum ersten Konzert am 17.06.2017 bleiben ja auch noch viele Übungsabende, an denen alle die „Rohre zum Glühen bringen“ können.

Sabine Krauß

 


 

 

Ein feste Burg ist unser Gott – Konzert zur Reformation

Am Samstag, den 27. Mai 2017 lädt der Posaunenchor Steinhuder Meer-Großenheidorn und der Martin Luther Bund der Schaumburg-Lippipschen Landeskirche um 18 Uhr zu einem besonderen Konzert zu Ehren des Reformators Martin Luther in die Steinhuder Petruskirche ein.

Die Musik „vertreibt den Teufel und macht die Menschen fröhlich“ erklärte der Reformator über die Wirkung der Musik. Das Singen war schon früh ein Markenzeichen der Lutherischen-und eine der schärfsten Waffen der Reformation. Luther selbst dichtete eingängige Strophen, die die Protestanten als Protestlieder schmetterten. Noch heute ist er der am stärksten vertretende Lieddichter im evangelischen Gesangbuch. Luthers hohe Wertschätzung dürfte nicht unwesentlich zur Musikkultur in Deutschland beigetragen haben.

Eigentlich war „Ein feste Burg ist unser Gott“ nicht als Reformationslied gedacht. Luther ordnete es der vorösterlichen Fastenzeit zu. Doch schon bald wurde es als Protestlied angestimmt.

Neben diesem Lied wird der Posaunenchor weitere Lieder von Martin Luther musizieren und mit seinen Texten und Melodien die Zuhörer durch das Kirchenjahr begleiten.

Zwischen den Liedern berichtet Sup. i.R. Wilhelm Thürnau in teils humorvoller, teils andächtiger Weise aus dem Schaffen und dem Leben Luthers.

An dem Festwochenende 27. und 28. Mai finden die zentralen Feierlichkeiten anläßlich der vor 500 Jahren stattgefundenen Reformation in Wittenberg statt. Für Menschen die diese Tage etwas ruhiger und entspannter begehen möchten und „zu Hause bleiben“ ist der Besuch des Konzertes eine gute Gelegenheit, um in der Gemeinschaft die Lieder zu singen oder aber Informationen über das Leben und Wirken des Reformators Martin Luther zu erfahren.

Nach dem Konzert gibt es noch die Möglichkeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Am Ausgang wird um eine Spende für den Matin Luther -Bund der Schaumburg-Lippischen Landeskirche gebeten.