Abendmahlsfeier in Großenheidorn

Seit einigen Monaten wird in Großenheidorn zur Feier des Abendmahls entweder Brot und Wein oder wahlweise Brot und Traubensaft gereicht. Bis dahin wurde das Abendmahl in unserer Gemeinde immer ganz traditionell mit Brot und Wein gefeiert.
Wie kam es zu der Änderung?

Pastor Dorow informierte den Gemeindekirchenrat im Frühsommer 2015 darüber, dass er es in Gottesdiensten immer wieder mal erlebt, dass einzelne Gemeindeglieder beim Austeilen des Abendmahls den Kelch mit Wein zurückweisen. Daraufhin wurde sowohl im Kirchenvorstand und Gemeindekirchenrat als auch im Ausschuss für Gemeindearbeit seit der Sommerpause sehr intensiv über das Abendmahl reflektiert. Folgende Aspekte waren und sind uns besonders wichtig:

- Christus selbst hat sich uns in Brot und Wein hingegeben und uns so Vergebung und neues Leben geschenkt. Deshalb können wir uns ein Abendmahl ohne diese beiden Elemente nicht vorstellen.

- Jesus lädt uns alle ein, das Abendmahl zu feiern. Dabei ist jeder Einzelne und jede Gemeinde nicht nur mit der weltweiten Christenheit sondern auch mit Christus selbst verbunden. Von dieser Verbundenheit möchten wir niemanden ausschließen, sondern vielmehr jedem Gemeindemitglied die Teilnahme am Abendmahl ermöglichen.

Mit dieser Auffassung gehen wir konform mit unserer Landeskirche. Im Kirchengesetz über das Heilige Abendmahl heißt es in § 3 (1): Statt Wein kann aus seelsorgerlichen Gründen Traubensaft gereicht werden. (Beschlossen von der Landessynode der Ev.-Luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe am 24. Mai 2013.)

Bei uns in Großenheidorn gestaltet sich die Umsetzung des Abendmahls mit Wein und Traubensaft wie folgt: Wir beginnen die Abendmahlsfeier zunächst mit der Austeilung von Brot und Traubensaft. Anschließend folgen Abendmahlstische, zu denen Brot und Wein gereicht werden. Dieser Ablauf wird zuvor im Gottesdienst erklärt.

Der Kirchenvorstand beschloss, dieses Verfahren zunächst probeweise einzuführen. Zum Erntedankfest war es so weit. Zum ersten Mal wurde in Großenheidorn das Abendmahl nicht nur mit Brot und Wein sondern alternativ auch mit Traubensaft gefeiert. Viele Gemeindemitglieder nutzten die Möglichkeit, das Abendmahl mit Traubensaft zu feiern, was auch in den folgenden Abendmahlsgottesdiensten der Fall war.

Beim Abendmahl im Erntedankgottesdienst waren auch viele Familien anwesend. Etliche Eltern mit Kindern fühlten sich angesprochen und eingeladen und feierten das Abendmahl mit “Brot“ und Traubensaft. Der Gemeindekirchenrat hatte bei seiner Reflexion über das Abendmahl bis zu diesem Zeitpunkt die Frage nach der Teilnahme von Kindern noch ausgeklammert. Doch nun waren sie wie selbstverständlich dabei.

Deshalb wurde später, nach ausführlicher Diskussion beschlossen, Kinder ebenfalls zum Abendmahl zuzulassen. Auch hiermit setzen wir das schon genannte Kirchengesetz über das Heilige Abendmahl unserer Landeskirche um. Denn in § 1 heißt es: … wir sind davon überzeugt, dass zum Abendmahl alle auf Christi Namen Getauften – Kinder wie Erwachsene – herzlich eingeladen und willkommen sind.

Wie gesagt, sind die Änderungen zur Feier des Abendmahls in unserer Gemeinde zurzeit noch in der Erprobung. Deshalb ist uns Ihre Meinung wichtig. Bitte wenden Sie sich sowohl mit positiver als auch mit negativer Kritik gerne an Pastor Dorow oder ein anderes Mitglied des Kirchenvorstands oder Gemeindekirchenrats.

Ausschuss für Gemeindearbeit
Sabine Meyer